kamperen-onder-de-sterrenhemel.jpg

Die Blumen erreicht der Fuß so leicht,

Auch werden zertreten die meisten;

Man geht vorbei und tritt entzwei

Die blöden wie die dreisten.

 

Die Perlen ruhn in Meerestruhn,

Doch weiß man sie aufzuspüren;

Man bohrt ein Loch und spannt sie ins Joch,

Ins Joch von seidenen Schnüren.

 

Die Sterne sind klug, sie halten mit Fug

Von unserer Erde sich ferne;

Am Himmelszelt, als Lichter der Welt,

Stehn ewig sicher die Sterne.

 
 

Heinrich Heine: „Sämtliche Gedichte in zeitlicher Folge“. Hrsg. von Klaus Briegleb. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1997. 917 S., br., 12,- €.

 

Andrea_Mantegna_064.jpg