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Wat de Duitsers zo mooi ‘Kleinstadt’ noemen, geldt zeker voor het stadje ‘Preussisch-Holland’ (Oost-Pruisen, nu Pelsak, Polen) waar apotheker Hugo Laserstein en zijn vrouw Meta, geboren Birnbaum in 1898 een eerste dochter verwelkomen, Lotte.
Na de dood van haar vader in 1902 verhuist de familie naar Danzig waar Meta met haar twee dochtertjes Lotte en Käte (1900-1965) samen een gezin vormen met Meta’s moeder Ida en haar zus, de schilderes Elsa Birnbaum.
Elsa geeft Lotte, 11 jaar, haar eerste schilderslessen in haar privé-schooltje.

In 1912 verhuist de familie naar Berlijn.
Lotte zal zich inschrijven in de Friedrich-Wilhelms-universiteit om er filosofie en kunstgeschiedenis te studeren.
Van 1920-21 privé-lessen bij Leo von König.
Van 1921-1927 studeert ze aan de Akademische Hochschule für die bildende Künste (die in 1924 wordt omgedoopt tot Vereinigte Staatsschulen für freie und angewandte Kunst) in Berlijn bij Erich Wolfsfeld van wie ze van 1925 tot 1927 ‘Meisterschülerin’ is.
Met de inflatiejaren 1922-1924 verliest de familie een groot deel van het familievermogen. Om haar studies te financieren werkt Lotte deelswijze als illustratrice en als ‘Gebrauchsgrahphikerin’
In 1925 ontvangt ze, samen met haar model Traute Rose een zogenaamde Ministermedaille des Preussischen Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung.

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In 1927 heeft ze haar eerste atelier waar ze ook een privé-schildersleergang inricht.
Tussen 1928-1931 neemt ze aan 22 tentoonstellingen deel en laat ze zich bij wedstrijden opmerken. In 1928 verkoopt ze aan de magistraat van de stad Berlijn haar schilderij ‘Im Gasthaus’.
In 1929 is ze lid van het Verein der Berliner Künstlerinnen waar ze ook nu en dan in de jury zit.
Ze stelt in 1931 in een Einzelaustellung ten toon de galerie Gurlitt in Berlijn.
Tussen 1931-1935 maakt ze in de zomermaanden ‘ausgedehnte’ reizen naar het platteland met haar leerlingen.

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Omdat ze geen lid van de Reichskulturkammer is, kan ze alleen met de hulp van vrienden schildersmaterialen aankopen
Haar prive-‘Schüleratelier’ wordt gesloten. Ze is nog even kunstlerares in de Joodse privé-school van Helene Zickel.
Ze emigreert in 1937 naar Zweden.
Om de Zweedse nationaliteit te kunnen verkrijgen gaat ze met Sven Marcus een schijnhuwelijk aan, zonder daarna met hem samen te leven. Ze probeert tevergeefs haar moeder en zusje met levengsgezellin uit Duitsland weg te halen.
Meta Laserstein zal in 1943 sterven in KZ Ravensbrück, haar zus kan onderduiken en overleeft zo de oorlog.

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Na de oorlog komen er moeilijke jaren. Ze neemt opnieuw contact met haar vriendin Traute Rose en haar man Ernst. Ze verhuist van Stockholm naar de zuidwestelijke stad Kalmar/ Smaland.
In de vijftig- zestiger jaren maakt ze reizen naar Spanje, Zwitserland en naar de USA.(1954)
In 1987 is er een tentoonstelling bij Agnew’s en de Belgrave Gallery, het begin van internationale belangstelling voor haar werk. Ook in 1990 volgt nog een tentoonstelling samen met werk van haar leerlingen.
Op 94-jarige leeftijd sterft ze in Kalmar.

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Fundamental von allen männlichen Malern aber unterscheidet sich Laserstein durch die Zärtlichkeit, mit der die Frauenliebhaberin ihren Modellen mit dem Pinsel über die gemalten Wangen und Gesichter streicht. Für die Porträts nutzt sie fast durchgängig Holz als Bildträger anstelle von Leinwand, so dass sich den Pinselhaaren mit der Holzmaserung tatsächlich ein größerer Widerstand entgegenstellt. Nackenhaarsträubend gut eingesetzt ist dies auf dem „Rückenakt“ von 1930, wo sie in der hypersensiblen Halspartie des ansonsten sehr diskret nackten Rückens ihrer Muse Traute Rose ihren Pinsel eindrückt, mit nur einem Hauch brauner Haarfarbe als zartem Hinweis auf Verbundenheit.

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Asche auf das Haupt der Kunstgeschichte: Eine Malerin wie Lotte Laserstein, 1937 nach Schweden exiliert, die sich schon 1930 mit dem monumentalen „Abend über Potsdam“ im Aufgriff von Leonardos Letztem Abendmahl, aber mit bedenklich schiefstehendem Tisch und einem grellgelb jüdischen Ausgegrenzten-Gewand im Zentrum, als melancholischem Abgesang in die Geschichte der Kunst einschreibt, die in ihren Akten Giorgione und Tizian ebenso gekonnt zitiert wie bei ihren Bekleideten Courbet oder Daumier und doch stets etwas Eigenständiges daraus formt – eine solche Malbegabung also bis zu einer ersten Ausstellung 2003 im Berliner „Verborgenen Museum“ zu vergessen, dazu gehört etwas.
(Stefan Trinks)

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Sie malt weniger die „Neue Frau“, nach der in der Weimarer Republik mit ihrer „Neu“-Manie alle suchen, auch wenn ihre Porträtierten Bubikopf und Zeitkostüm tragen – vielmehr die Frau an sich. Was aber ist dann das Alleinstellungsmerkmal und die Stärke dieser Malerin? Anders als etwa ihre Berliner Kollegin Jeanne Mammen stürzt sie sich nicht in das Nachtleben der Roaring Twenties, ist keine Gesellschafts-Chronistin, sondern aus der Distanz (an)teilnehmende Betrachterin, die sich für die innere Wandlung der Menschen in ebendieser Gesellschaft interessiert.

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Gemeinhin wird Lotte Lasersteins Werk der Berliner Jahre, d. h. die zwischen 1928 und 1937 entstandenen Gemälde, der Neuen Sachlichkeit zugeordnet (→ Neue Sachlichkeit). Doch statt Gesellschaftskritik in Form von unterkühlten Porträts, bissigen Kommentaren oder sezierender Brutalität zum aktuellen Geschehen auf den Straßen der Großstädte, wandte sie sich der „Neuen Frau“ auf gänzlich anderer Art zu. Lotte Laserstein schrieb sich in die Kunstgeschichte von der Renaissance bis zum Realismus des späten 19. Jahrhunderts ein. Anstelle von Karikatur und Überzeichnung findet man in ihrem Werk einfühlsame Bildnisse selbstbewusster Frauen, anstelle von gewerbsmäßiger Erotik eine sinnliche Behandlung von Nacktheit. Alle ihre Bilder sind in stuppender Maltechnik ausgeführt, sowohl in glatter Lasurmalerei wie auch in – an deutschen Impressionismus und mehr noch an den Realismus (Adolph von Menzel, Wilhelm Leibl, Wilhelm Trübner, Carl Schuch) gemahnender – Fleckigkeit. Lasersteins Bilder entfalten durch ausgeklügelte Blickführungen und Blickachsen, durch formale und kompositorische Lösungen eine Monumentalität, die den Anspruch ihrer Malerei widerspiegelt. Die karriereorientierte „Alte Meisterin“ zeigt ihre Kunst allerdings in modernem Gewand. Sie präsentiert bildfüllende Tennisspielerinnen, Gasthausbesucherinnen, sonnenbeschienene Akte, berühmte Akteurinnen der Berliner Szene, Freundinnen und anonyme Modelle – und immer wieder das eigene Konterfei.

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Warum diese intime malerische Annährung an eine Porträtierte (es gibt von Laserstein nur zwei Porträts von Männern aus der Berliner Zeit) an keiner Stelle ins Süßlich-Schwülstige abgleitet, zeigt Lasersteins Bild „In meinem Atelier“, erneut mit Traute als ins Querformat gelagertem Akt: Während die Malerin links im Hintergrund vor ihrer schräggestellten Staffelei sitzt, ohne dass wir das Bild sehen, kippt sie die Frau auf der ebenfalls diagonal in den Raum ziehenden Chaiselongue optisch zum Betrachter und suggeriert damit, dass dies das Bild ist, das wir uns in genau diesem Moment von der Nackten machen – ein deutlicher Verweis, das jeder Aktfleischbeschauer immer auch Akteur und Voyeur ist.

Kein gefälliges Bild: Das ohnehin androgyne Gesicht der Muse ist hier noch etwas herber als gewöhnlich. Die Malerin mit ihrem schwarzen Bubikopf und der wie ein Ritterschild wirkenden dunklen Riesenpalette mit markanter Maserung vor ihrem steril weißen Kittel erscheint wie die Leiterin einer Experimentalanordnung des Sehens. In unsere Richtung reicht, fast versöhnlich, die Hand von Michelangelos sixtinischer „Beseelung Adams“, kunstvoll verkürzt.

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Vergeet niet de besneeuwde daken te zien, de tegenstelling tussen het koude buiten en de warmte van het lichaam te ervaren. Wie het beeld bij ‘de nieuwe zakelijkheid’ wil klasseren ontgaat de kwetsbaarheid van haar hoofdpersoon, de mogelijkheid om haar aanwezigheid te bewaren, om ons er zelfs deelgenoot van te maken.  Het zal inderdaad koud worden in de volgende jaren, en dan blijft er de schoonheid van de geliefde, de band tussen hen beiden, als poging om hart en ziel te verwarmen.

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Am sichtbarsten sind diese dezenten Annäherungen Lasersteins wie auch ihr malerisches Können in dem Porträt „Russisches Mädchen“ von 1928, das sie kontraststark wie Schneewittchen mit schwarzem Haar, heller Haut, kirschrotem Mund und dunkelroter Kappe typisiert, mit einem überzeichneten Oval als Kopfform wie bei Jawlenskys Ikonengesichtern. Es scheint unmöglich, hinter die Fassade dieses maskenhaften Gesichts zu dringen, aber Laserstein schreibt der Oberfläche alles Wissenswerte ein. Das Bildnis ist ein überraschend miniaturhaftes Konzentrat, in das sich der Kopf gerade so zu zwängen scheint.
Das glatt lasierte Gesicht ist gleichmäßig wie von feinem Puder überstäubt; gut erkennt man, dass Laserstein innerhalb der Gesichtsfläche nahezu überall die Pinselstriche abrupt gegeneinandersetzt, indem sie etwa den Pinsel unterhalb des Auges vertikal und dreiecksförmig nach unten zieht, um diagonal von links und von rechts horizontal dagegen zu malen. Am extremsten vollzieht sie dieses Gegeneinandermalen in der grellroten Mundpartie, auf die von allen Seiten die Pinselstriche wie Lemminge zulaufen, um ins Schwarz des leicht geöffneten Mundes zu stürzen. Durch diese bei aller Glätte reliefhaften Oberflächen besitzen ihre Porträts eine Dynamik, wie sie vergleichbar nur sehr wenige andere Maler in den Zwanzigern erzeugten.

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Lotte Laserstein stellt eine sich im Spiegel kontrollierende Frau dar. Zum einen basiert ihre Komposition auf einer langen Tradition von Venus in der Toilette-Darstellungen (Rubens, Velázquez), zum anderen empfahl sich die Malerin dem auslobenden Kosmetikunternehmen als Entwerferin eines werbeträchtigen Gemäldes: Die moderne Frau ist Herrin ihres Schicksal, dem mit Hilfe von Makeup und Lippenstift noch nachgeholfen werden kann. Allerdings ist dafür ständige Selbstkontrolle nötig, mag die heutige Kritikerin an der Bildidee feststellen. Dass die Berliner Malerin gerade mit einem Bildnis zum Thema Schminken ihren Durchbruch feiern konnte, scheint da schon weniger weit hergeholt. Wurde in vergangenen Jahrhunderten das Herstellen eines Porträts durch eine Malerin als Weiterführung des Schminkprozesses abgetan, erzielte die Künstlerin Laserstein mit dieser als weiblich konnotierten Tätigkeit einen beachtlichen Erfolg. In vielen Bildern spielt der Spiegel als Mittel zur Verdoppelung, als Medium der Selbsterkenntnis eine bedeutende Rolle. Daraus lässt sich vielleicht ableiten, dass es Lotte Laserstein mitnichten um Äußerlichkeiten ging, sondern die Selbstanalyse und auch die Erkenntnis über andere Menschen zentral in ihrem Werk verankert sind.

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Lotte Laserstein, born in East Prussia in 1898, grew up in a bourgeois environment. After the premature death of her father, her mother moved with her and her younger sister Käte to their widowed grandmother in Gdansk. She received her first drawing lessons in 1908 from her aunt Elsa Birnbaum, who ran a private painting school. From 1921 to 1927, she attended the Berlin Academy of Fine Arts, where she was one of the first women to complete her master studies. Through her participation in the spring exhibition of the Prussian Academy of Arts in 1928, she received widespread recognition and sold her first work to a public institution, namely the Berlin City Council. The painting “In the Tavern” (1927) was later confiscated as “degenerate art” within the context of National Socialist propaganda.

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Since the late 1920s, Laserstein participated regularly in various exhibitions. She soon succeeded in building a reputation, and the arts pages and critics wrote downright eulogistically about her art. In 1928, Laserstein participated in the competition “The Most Beautiful German Portrait of a Woman”, organized by the cosmetics company Elida in cooperation with the Reich Association of Visual Artists. Out of the 365 works submitted, the painting “Russian Girl with Compact”, now in the collection of the Städel Museum, was nominated for the final round and exhibited together with twenty-five works by almost exclusively male artists in the prestigious gallery of Fritz Gurlitt in Berlin, where her first solo exhibition also took place in 1931.

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After the seizure of power by the National Socialists, Laserstein’s nascent career ended abruptly. She was dismissed from the board of the Association of Berlin Women Artists and was only able to exhibit in 1935 within the frameworks of the Kulturbund Deutscher Juden (Cultural League of German Jews). The small painting school, which she had run for financial security since 1927, was also forced to close. Political restrictions made her living and working conditions increasingly difficult. An exhibition in the Galerie Moderne in Stockholm in 1937 offered her the opportunity to leave Germany. Although Laserstein remained extremely productive in Swedish exile and made her living through commissioned work, she was unable to recapture her early success, and her work largely disappeared from public perception.

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Künstler: Laserstein, Lotte,1898-1993 Titel: Junge mit Kasper-Puppe (Wolfgang Karger). 1933,57078 Technik: Öl auf Holz Maße: 46 x 38 cm Standort: Städel Museum, Frankfurt am Main

https://www.hessenschau.de/tv-sendung/staedel-museum-zeigt-lotte-laserstein,video-72278.html

 

 

 

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